Selbstfindung bei Trennung

Menschenbild meiner Beratung

Selbstfindung bei einer Trennung

Ich möchte Ihnen das Menschenbild der Gestalttherapie
(im folgenden “Gestalt“ genannt) vorstellen,
da dies mein Menschenbild am meisten geprägt hat und sich das Menschenbild der Gestaltberatung daran orientiert.

Die Gestalt nimmt an, dass der gesunde menschliche Organismus sich lebenslang weiterentwickelt, denn nur so können wir in immer wieder neuen Situationen unsere Bedürfnisse befriedigen.
Die Gestalt versteht den Menschen als ein ganzheitliches Wesen, dessen Persönlichkeit aus der Einheit und dem Zusammenspiel von Leib, Seele und Geist gebildet wird.

Der Mensch steht immer wieder vor der Aufgabe, sich schöpferisch mit der Umwelt und neuen Aufgaben auseinanderzusetzen. In diesem Prozess findet ein ständiger Austausch mit der Umwelt (im weitesten Sinn) statt. Dieser Vorgang heißt in der Gestalt Kontakt.

Wenn Menschen seelische oder seelisch bedingte Probleme haben, ist der Austausch zwischen ihnen und der Umwelt behindert und die Fähigkeit zur kreativen Auseinandersetzung mit der Umwelt eingeschränkt.
Der Grund dafür liegt in frühen Lebenserfahrungen: Wenn ein Mensch sich unter schwierigen Lebensbedingungen behaupten muss, versucht der Organismus irgendwie das Überleben (körperlich und seelisch) zu sichern. Auf diese Weise können Verhaltensweisen entstehen, die ursprünglich einmal sinnvoll waren, aber unter anderen Bedingungen eine Selbstbeschränkung sind, die Unzufriedenheit und Leid verursacht.

Sie können sich das so vorstellen: Ein Baum wächst eingezwängt zwischen Mauern, mit wenig Licht und Erde. Um zu dem zu kommen, was er zum Überleben braucht, wird er vielleicht eine ungewöhnliche Form entwickeln, kleiner bleiben als üblich, weniger Äste und Blätter hervorbringen.

Angewandt auf Menschen heißt das: Wenn jemand in einem prägenden Lebensabschnitt schwierige Bedingungen vorfindet, entwickelt er auch in dieser Situation Möglichkeiten zum Überleben. Möglicherweise, aber nicht zwingend, entsteht daraus eine seelische oder psychosomatische Störung. Auch ein solches Symptom ist aber eine schöpferische Leistung des Organismus!
Es ist auch Ausdruck der Lebensenergie, nicht nur ein Mangel. Es ist ein Beweis für die Kraft eines Menschen, sich unter schwierigen Bedingungen zu behaupten.

Das Problem besteht darin: Möglicherweise wird unter neuen und besseren Bedingungen das alte Verhalten beibehalten, das nun unangemessen ist und Schwierigkeiten verursacht. Unterstützung in der Therapie und Beratung besteht nun darin, den Klienten/-innen die blockierten Möglichkeiten wieder zugänglich zu machen, so dass sie ihren Weg alleine weitergehen können.

Wenn der Baum nun in bessere Wachstumsbedingungen verpflanzt würde, wird er sich entfalten und entwickeln können. Genau darum geht es auch in der Gestalt: Die schöpferische Freiheit und die Möglichkeiten des Menschen zu entwickeln und freizusetzen, wenn sie beschränkt sind. Das Ziel ist: den Klienten/-innen zu mehr Lebendigkeit, Freude und Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu verhelfen.

Klientinnen und Klienten sind die eigentlichen Experten für sich. Sie müssen nur herausfinden, was sie alles wissen und können.

“Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht, wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist. …und das heißt, sich voll und ganz auf sein gegenwärtiges Sein einzulassen.”

Der vorrausgegange Text ist mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Rainer M. Halmen M. A. übernommen. Ich hätte es selbst nicht einleuchtender und verständlicher ausdrücken können.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Beratung keine Psychotherapie ist, auch wenn sie im Einzelfall Theorien und Methoden aus der Psychotherapie im Kontext der Beratung anwendet. Es handelt sich um eine psychologisch beratende Tätigkeit außerhalb der Heilkunde.

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