trennungsschmerz-männer

Männer

Wie gehen Männer mit Ihren Gefühlen, mit ihrem Trennungsschmerz um?

Ich soll mich mit meinen Gefühlen bechäftigen?
Männer fragen sofort: Was bringt es mir?

Das traditionelle Geschlechtsrollenverständnis von Jungen und Männern und ihre  Sozialisation bewirken, dass sich das männliche Geschlecht meist leistungs- und wettbewerbsorientiert, dominant, aggressiv und rational verhält.

In Kindergärten und Schulen mangelt es an Erfahrungen mit männlichen Vorbildern. Zeitlich und emotional sind Väter oft abwesend. Infolgedessen können sich Jungen oft nur dadurch definieren, einfach nur anders zu sein, als weiblich.

Wenngleich dem heutigen Mann an vielen Stellen angetragen wird, sich anders zu verhalten als Jahrhunderte zuvor, werden männliche Attribute im öffentlichen Leben immer noch als Normativ angesehen und als hervorragende Eigenschaften befürwortet und anerkannt. Seine Rolle als Partner und Vater muss der Mann in unserer modernen Zeit oft erst individuell finden.

Männer identifizieren sich mit dem, was sie tun. Mitunter ist Ihnen der Respekt vor ihren Taten wichtiger, als das sie sich geliebt fühlen. Sie sind sach- und funktionsorientiert, rationalisieren und intellektualisieren gern.

Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit von Männern ist  eng damit verbunden, dass sie es selbstverständlich finden, ihren Gefühlen nicht so große Bedeutung beizumessen. Schwächen oder Beschwerden werden nicht ernst genommen oder verschwiegen und angebotene Hilfe verweigert. Ihren Ärger offen zu zeigen, ist oft die einzige Form von intensiven Gefühlen, die Männern leicht fällt.

Durch Ihre Sozialisation haben Männer wenig Übung im Zugang zu den eigenen tieferen Gefühlen. Häufig werden sie deswegen von ihrer Partnerin pathologisiert. Männer werden oft abgewertet, da die Schattenseiten des Männlichen offensichtlicher erkennbar sind.

Erst in jüngster Zeit begann die wissenschaftliche Erforschung der Männer und Ihrer sozialpsychologischen Situation.

Über Gefühle mag man denken was man will, faktisch haben Gefühle eine wichtige psychologische Funktion. Sie sind im Grunde die entscheidende Informationsquelle aus dem Inneren, was ich im Leben will und was mir wichtig ist. Die moderne Gehirnforschung und Neurobiologie hat dies eindeutig belegt.

Angst hat die Funktion uns auf eine drohende Gefahr vorzubereiten um dann  reagieren zu können. Trauer sagt uns, was uns wirklich wichtig ist im Leben, das spüren wir dann, wenn wir etwas verlieren. Wenn man nun nicht auf diese Informationsquelle hört, läuft man Gefahr ein Leben zu führen, was an der eigenen Person, an dem was man wirklich will, eigentlich vorbeigeht. Das kann zu psychischen und auch körperlichen Problematiken führen.

Der Kontakt zu eigenen tiefen Gefühlen wie Angst, Trauer, Ohnmacht Hilflosigkeit stehen dem männlichen Selbstkonzept, Gefühle beherrschen zu können, diametral entgegen. Aber auch wir Männer haben Liebeskummer und leiden unter Trennungsschmerzen, und es ist nicht so leicht damit umzugehen.

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass Beratung/Psychotherapie für Männer ziemlich unattraktiv ist, weil sie eher auf Frauen als auf Männer ausgelegt ist. Die Mehrzahl der Berater/Psychotherapeuten ist weiblich und manche Männer wollen ihre Probleme  lieber “von Mann zu Mann“ besprechen. Auch wird in den Sitzungen  überwiegend geredet, viele Männer wollen aber lieber handeln.

Unter Männern herrscht die Meinung, bei Beratung/Psychotherapie wird die männliche Gefühlswelt und der geschlechtsspezifische Umgang mit Problemen zu wenig berücksichtigt. Männliche Strategien werden teilweise sogar pathologisiert, wohingegen das weibliche Empfinden und Reagieren als “normal“ betrachtet wird und den Männern als (allerdings unpassendes) Vorbild dargestellt. Männer verfügen über ganz eigene Möglichkeiten und Ressourcen, dies wird weithin verkannt.

Männer haben viele gute Seiten, zum Beispiel, sich für andere einzusetzen, tapfer und mutig zu sein und nicht so schnell aufzugeben, für das Wohlergehen anderer zu sorgen, selbstständig zu handeln, mit anderen zusammenzuarbeiten und etwas erreichen zu wollen.

Unser umgangssprachlicher Ausruf der Bewunderung, des Erstaunens oder der Verärgerung  “Mann o Mann” zeugt von einer gewissen männchlichen Art, mit sich selbst und den Ereignissen um uns herum umzugehen: kurz und schmerzlos, auch selbstironisch und mit eigenem Humor.

Mit diesem Wissen und mit Blick auf die positiven Seiten des Männlichen möchte Ich mit Ihnen ein Arbeitsbündnis eingehen und mich wirklich auf ihre Lebenswelt einlassen.

Wie verarbeite ich als Mann eine Trennung, wie gehe ich mit Trennungsschmerz und Liebeskummer um?

Ich biete Ihnen meine Kooperation an.
Ich biete ihnen an, mit Ihnen konkrete Ziele und Handlungsstrategien zu erarbeiten.

Bitte senden Sie eine E-Mail ...oder rufen Sie an ...Einfach eine unverbindliche Anfrage stellen!

Menü